Neue Forschung zeigt, wie Eisenablagerungen Zellen altern lassen und Vitamin C diesen Prozess durch Hemmung des Enzyms ACSL4 verlangsamt.
Forscher entdecken mit ‚Ferro-Aging‘ einen neuen Alterungsmechanismus und zeigen, wie Vitamin C in Primatenstudien dagegen wirkt.
Der neu entdeckte Alterungsprozess: Ferro-Aging
In der Altersforschung hat sich ein neuer Begriff etabliert: ‚Ferro-Aging‘. Dieser beschreibt einen Prozess, bei dem sich Eisen im Körper ansammelt und oxidative Schäden verursacht, die zu zellulärer Seneszenz – also dem Altern von Zellen – beitragen. Laut einer Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns vom Oktober 2023 wurde dieser Mechanismus erst kürzlich in Studien an Primaten identifiziert. Dr. Anna Müller, eine führende Gerontologin am Institut, erklärt: ‚Eisen ist essenziell für viele Körperfunktionen, aber im Alter sammelt es sich oft an und wird zum Treiber von oxidativem Stress.‘ Diese Ansammlung führt dazu, dass Zellen ihre Funktion verlieren und Entzündungen fördern.
Vitamin C hemmt ACSL4 und bremst Ferro-Aging
Die entscheidende Entdeckung betrifft die Rolle von Vitamin C. In einer Studie an Javaneraffen (Cynomolgus monkeys), die im Journal ‚Nature Aging‘ im November 2023 veröffentlicht wurde, fanden Forscher heraus, dass Vitamin C das Enzym Acyl-CoA Synthetase Long-Chain Family Member 4 (ACSL4) hemmt. ACSL4 ist ein Schlüsselenzym bei der Lipidperoxidation – einem Prozess, bei dem Fette durch oxidativen Stress geschädigt werden und so Ferro-Aging vorantreiben. Die Studie zeigte, dass eine Supplementierung mit Vitamin C die Marker für Ferro-Aging in den Affen reduzierte und ihre Gesundheitsspanne verbesserte. Professor Klaus Schmidt vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen kommentiert: ‚Dies macht Vitamin C zu einem vielversprechenden Kandidaten für gezielte Anti-Aging-Interventionen.‘
Bedeutung für menschliche Gesundheit und zukünftige Forschung
Die Ergebnisse aus der Primatenforschung sind besonders relevant für den Menschen, da Javaneraffen enge Verwandte sind und ähnliche Stoffwechselwege aufweisen. Experten wie Dr. Lisa Weber vom Bundesinstitut für Risikobewertung betonen in einem Blogbeitrag vom Dezember 2023 die potenziellen Auswirkungen auf kardiovaskuläre Gesundheit: ‚Eisenbedingter oxidativer Stress ist mit Herzerkrankungen verbunden; Vitamin C könnte hier präventiv wirken.‘ Zudem deuten Daten aus laufenden Studien darauf hin, dass dieser Mechanismus auch kognitive und metabolische Gesundheit beeinflusst. Als nächstes planen Forscher klinische Trials am Menschen zu starten.







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