Ein SASP-Score, entwickelt mit Proteomik und KI, könnte Mortalität und chronische Krankheiten vorhersagen. Basierend auf UK Biobank-Daten.
Neue Studie nutzt SASP-Faktoren im Blut als präzisen Indikator für Alterungsprozesse und Krankheitsrisiken.
Seneszente Zellen und ihr Einfluss auf das Altern
Das Senescence-Associated Secretory Phenotype (SASP) beschreibt die Sekretion entzündungsfördernder Faktoren durch seneszente Zellen – Zellen, die sich nicht mehr teilen können. Diese Faktoren tragen laut Experten wie Dr. Judith Campisi vom Buck Institute for Research on Aging maßgeblich zu altersbedingten Erkrankungen bei. In einer Pressemitteilung des Instituts betonte sie: ‚SASP kann Gewebefunktionen stören und chronische Entzündungen fördern.‘
Entwicklung des SASP-Scores durch Proteomik und KI
Eine aktuelle Studie unter Leitung von Forschern der Universität Cambridge nutzte Daten der UK Biobank, um einen SASP-Score zu entwickeln. Laut einer Ankündigung in ‚Nature Aging‘ analysierten sie Blutproteome von über 50.000 Teilnehmern mit Deep-Learning-Methoden. Der Score basiert auf spezifischen Proteinen im Blut, die mit SASP assoziiert sind.
Die Ergebnisse zeigen laut dem Bericht in ‚Science Daily‘, dass ein höherer SASP-Score mit einem erhöhten Risiko für Mortalität sowie chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen korreliert. Dies unterstreicht die Rolle von SASP als innovativer ‚Aging Clock‘.
Klinische Anwendungen und präventive Gesundheit
Monitoring von SASP-Faktoren könnte künftig in der Präventivmedizin eingesetzt werden. Experten wie Prof. David Sinclair von der Harvard Medical School erwähnen in Blogbeiträgen das Potenzial solcher Biomarker für personalisierte Gesundheitsstrategien.
Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine Reduktion seneszenter Zellen oder ihrer Sekretionsprodukte gesundheitliche Vorteile bringen könnte.






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