Eine randomisierte kontrollierte Studie zeigt, dass eine 12-wöchige multimodale Lebensstilintervention die DunedinPACE-Uhr um 2,2 % verlangsamt.
Eine neue Studie belegt: Gezielte Lebensstiländerungen können messbare Effekte auf die biologische Alterung haben.
Die biologische Alterung ist ein komplexer Prozess, der durch verschiedene Umwelt- und Lebensstilfaktoren beeinflusst wird. Epigenetische Uhren wie die Dunedin Pace of Aging (DunedinPACE) ermöglichen es, die Alterungsrate anhand von DNA-Methylierungsmustern zu messen. Eine aktuelle randomisierte kontrollierte Studie (RCT) hat nun gezeigt, dass eine 12-wöchige multimodale Lebensstilintervention die DunedinPACE-Uhr um 2,2 % verlangsamen kann.
Was ist die DunedinPACE-Uhr?
Die DunedinPACE-Uhr wurde von Forschern der Duke University und der University of Otago entwickelt. Sie basiert auf Daten der Dunedin-Studie, einer Längsschnittstudie, die seit 1972 über 1000 Neuseeländer begleitet. Im Gegensatz zu älteren epigenetischen Uhren, die das chronologische Alter schätzen, misst DunedinPACE die Geschwindigkeit des biologischen Alterns. „Die DunedinPACE-Uhr ist ein Maß für das Tempo des Alterns, nicht für das erreichte Alter“, erklärte Dr. Daniel Belsky, Epidemiologe an der Columbia University, in einer Pressemitteilung von 2022.
Die Studie: Design und Ergebnisse
Die randomisierte kontrollierte Studie, veröffentlicht im Journal of the American Medical Association (JAMA) Network Open im Jahr 2024, umfasste 150 Teilnehmer im Alter von 50 bis 70 Jahren. Die Interventionsgruppe erhielt ein 12-wöchiges Programm mit strukturiertem Bewegungstraining, Ernährungsberatung und probiotischem Joghurt. Die Kontrollgruppe behielt ihren gewohnten Lebensstil bei. Nach 12 Wochen zeigte die Interventionsgruppe eine signifikante Verlangsamung der DunedinPACE-Uhr um 2,2 % (p = 0,04). „Dies ist der erste RCT, der zeigt, dass eine Lebensstilintervention die DunedinPACE-Uhr verlangsamen kann“, sagte Dr. Elissa Epel, Professorin für Psychiatrie an der University of California in San Francisco, in einem Interview mit dem New Scientist.
Bedeutung und Limitationen
Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber die Autoren weisen auf Einschränkungen hin: Die Stichprobengröße ist klein, die Nachbeobachtungszeit kurz und die klinische Relevanz einer 2,2%igen Verlangsamung unklar. „Es ist wichtig, diese Ergebnisse in größeren, längerfristigen Studien zu bestätigen“, betonte Dr. Belsky. Dennoch unterstreicht die Studie das Potenzial von Lebensstilinterventionen, den Alterungsprozess positiv zu beeinflussen.
Praktische Implikationen
Für Verbraucher bedeutet dies, dass bereits kurzfristige Änderungen – wie regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und probiotische Nahrungsergänzung – messbare Effekte auf biologische Alterungsmarker haben können. Experten empfehlen, diese Maßnahmen in den Alltag zu integrieren, auch wenn weitere Forschung nötig ist, um langfristige Vorteile zu bestätigen.







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