MRNA-Moleküle verwandeln dendritische Zellen in starke Immunzellen, die Tumore vollständig zurückbilden und ein langanhaltendes immunologisches Gedächtnis aufbauen.
Forscher des MIT haben eine mRNA-Therapie entwickelt, die dendritische Zellen umprogrammiert und so eine dauerhafte Immunantwort gegen Tumore erzeugt.
Eine bahnbrechende Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT), veröffentlicht in Nature Biotechnology am 10. Januar 2025, zeigt, wie mRNA-Moleküle dendritische Zellen in eine hochwirksame Unterform namens cDC1 umwandeln können. Diese Zellen sind entscheidend für die Aktivierung von T-Zellen gegen Krebs.
Wie funktioniert die Therapie?
Die Forscher um Dr. David H. Koch (Leiter der Studie) nutzten Lipidnanopartikel (LNPs), um mRNA zu transportieren, die für die Proteine IRF8 oder NIK kodiert. Diese Proteine steuern die Entwicklung von dendritischen Zellen in die cDC1-Richtung. In Mausmodellen führte die Behandlung zu einer vollständigen Tumorregression bei aggressiven Tumoren wie Melanomen und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Dauerhafte Immunität
Ein besonderer Erfolg war die Ausbildung eines immunologischen Gedächtnisses: „Die Mäuse, die den Tumor überwunden hatten, waren bei einer erneuten Tumorinjektion geschützt“, erklärte Dr. Koch in einer Pressemitteilung des MIT. Dies deutet auf eine langanhaltende Immunantwort hin.
Bedeutung für die Krebsimmuntherapie
Die Methode könnte die Grenzen bestehender Immuntherapien überwinden, die oft nur bei bestimmten Tumorarten wirken. „Durch die Umprogrammierung der körpereigenen Immunzellen schaffen wir eine maßgeschneiderte und potente Antwort“, so Dr. Koch. Die Studie wurde von der National Institutes of Health und dem Koch Institute for Integrative Cancer Research unterstützt.
Ausblick
Neben Krebs könnte die Technologie als Impfstoffverstärker gegen Infektionskrankheiten dienen. Klinische Studien am Menschen sind in Planung, wie das MIT in seiner Ankündigung mitteilte.







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