Neue Studie: Extrazelluläre Vesikel könnten Herzrhythmusstörungen behandeln

Neue Studie: Extrazelluläre Vesikel könnten Herzrhythmusstörungen behandeln

Forscher haben kleine extrazelluläre Vesikel mit Plasmamembranproteinen fusioniert, um Herzrhythmusstörungen bei Ratten zu behandeln – eine potenzielle Alternative zu künstlichen Schrittmachern.

Eine Studie in Nature Communications zeigt vielversprechende Ergebnisse mit bioingenierten Vesikeln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

Herzrhythmusstörungen und aktuelle Behandlungsmethoden

Herzrhythmusstörungen betreffen Millionen von Menschen weltweit und können zu schwerwiegenden Komplikationen wie Schlaganfällen oder Herzversagen führen. Bisherige Standardtherapien umfassen Medikamente oder künstliche Schrittmacher. Letztere erfordern invasive Eingriffe und bergen Risiken wie Infektionen oder Batteriewechsel.

Laut Dr. Anna Schmidt vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung sind „künstliche Schrittmacher zwar lebensrettend, aber nicht ohne Nachteile“. Sie verweist auf eine Pressemitteilung des Zentrums vom März 2024.

Die Studie in Nature Communications

In einer aktuellen Veröffentlichung in Nature Communications beschreiben Forscher einen neuen Ansatz: Sie haben kleine extrazelluläre Vesikel (sEVs) mit Plasmamembranproteinen fusioniert. Diese bioingenierten Vesikel wurden entwickelt, um gezielt den Sinusknoten im Herzen anzusprechen.

Die Studie wurde von einem internationalen Team durchgeführt und am 15. April 2024 online gestellt. Laut der Forschungsarbeit zielten die Wissenschaftler darauf ab, „eine nicht-invasive Alternative zu bestehenden Therapien zu schaffen“.

Ergebnisse aus Rattenmodellen

In Versuchen an Ratten zeigten die modifizierten Vesikel vielversprechende Ergebnisse: Sie konnten Herzrhythmusstörungen effektiv behandeln. Die Forscher nutzten Proteine aus Thrombozytenmembranen, um Immunreaktionen zu vermeiden und eine gezielte Abgabe zu ermöglichen.

Professor Michael Weber von der Universität Heidelberg kommentierte in einem Blogbeitrag auf ‚Medizin-aktuell.de‘: „Diese Methode reduziert das Krebsrisiko im Vergleich zu Gentherapien erheblich.“ Er bezog sich dabei auf frühere Studien aus dem Jahr 2023.

Implikationen für die Zukunft

Diese Innovation könnte langfristig eine skalierbare Lösung für altersbedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen bieten. Die Sicherheit und Wirksamkeit müssen jedoch noch in klinischen Studien am Menschen bestätigt werden.

Ein Bericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erwähnt solche zellfreien Therapien als „wichtigen Trend in der regenerativen Medizin“. Die Pressemitteilung datiert vom Januar 2024.

Avatar von Lou Pai

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Liyana Parker

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