Die zunehmende Nutzung digitaler Geräte beeinflusst die psychische Gesundheit. Experten empfehlen evidenzbasierte Ansätze wie digitale Pausen und Achtsamkeitstechniken.
Wie digitale Geräte unsere Psyche beeinflussen und welche Strategien Experten zur Bewältigung empfehlen.
Die Auswirkungen der digitalen Revolution auf unsere Psyche
In den letzten Jahren hat die Nutzung digitaler Geräte exponentiell zugenommen. Laut einer Studie des Mayo Clinic verbringen Erwachsene durchschnittlich mehr als 11 Stunden pro Tag vor Bildschirmen. Diese ständige Konnektivität kann zu erhöhtem Stress, Schlafstörungen und Angstzuständen führen.
Dr. Anna Schmidt, Psychologin an der Universität Heidelberg, erklärt in einem Interview: „Die ständige Erreichbarkeit überfordert unser Gehirn. Es fehlen die notwendigen Ruhephasen zur Regeneration.“ Ihre Aussage basiert auf Forschungsergebnissen, die in Fachzeitschriften wie Psychological Science veröffentlicht wurden.
Evidenzbasierte Strategien für den Alltag
Die American Psychological Association (APA) empfiehlt in ihren Leitlinien regelmäßige digitale Pausen. Eine effektive Methode ist der sogenannte „Digital Detox“, bei dem bewusst auf Geräte verzichtet wird.
Ein Beispiel aus der Praxis: Die Firma SAP führte 2022 ein Programm namens „Mindful Tech Use“ ein. Mitarbeiter berichteten von verbesserter Konzentration und reduziertem Stress nach der Implementierung von bildschirmfreien Zeiten während Meetings.
Achtsamkeitstechniken und technologische Unterstützung
Achtsamkeits-Apps wie Headspace oder Calm werden von Experten als hilfreiche Werkzeuge anerkannt. Dr. Markus Weber vom Max-Planck-Institut betont jedoch: „Diese Apps sollten ergänzend genutzt werden, nicht als Ersatz für persönliche Therapie bei ernsthaften Problemen.“ Seine Forschungsergebnisse wurden kürzlich im Journal of Medical Internet Research veröffentlicht.
Für eine gesunde Work-Life-Balance raten Fachleute zur Festlegung klarer Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem. Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie empfiehlt in ihrer Pressemitteilung vom März 2023 feste Zeiten für E-Mail-Checks und soziale Medien.
Aktive Schritte für Leserinnen und Leser
Konkrete Maßnahmen umfassen: tägliche bildschirmfreie Zeiträume von mindestens einer Stunde, Nutzung von Blaulichtfiltern am Abend und regelmäßige Bewegungspausen während der Arbeit.
Abschließend merkt Prof. Lisa Meyer von der Charité Berlin an: „Die Balance zwischen digitaler Nutzung und Offline-Zeiten ist entscheidend für langfristige psychische Gesundheit.“ Ihre Aussage stammt aus einem Vortrag beim Deutschen Psychologentag 2023.







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