Eine Harvard-Studie zeigt: Wer verschiedene Sportarten kombiniert, reduziert sein Sterblichkeitsrisiko um bis zu 19%. Vielfalt ist genauso wichtig wie die Gesamtmenge an Bewegung.
Neue Forschungsergebnisse belegen: Abwechslung im Training kann lebensverlängernd wirken.
Die Macht der Vielfalt: Warum Abwechslung im Training lebenswichtig ist
In einer Zeit, in der Fitness oft auf Schrittzahlen oder Stunden im Gym reduziert wird, bringt eine neue Studie frischen Wind in die Gesundheitsdebatte. Forscher der Harvard T.H. Chan School of Public Health haben in einer im Fachjournal BMJ Medicine veröffentlichten Analyse gezeigt, dass nicht nur die Menge, sondern auch die Vielfalt der körperlichen Aktivität entscheidend für ein langes Leben ist.
Die Studie basiert auf Daten von über 150.000 Erwachsenen und ergab: Personen, die regelmäßig verschiedene Arten von Bewegung ausüben – etwa Gehen, Krafttraining und Mannschaftssport – haben ein bis zu 19% geringeres Risiko für frühzeitige Sterblichkeit im Vergleich zu denen, die sich nur auf eine Aktivität konzentrieren. Diese Ergebnisse wurden in einer Pressemitteilung der Harvard University am 15. März 2023 bekannt gegeben und unterstreichen einen Paradigmenwechsel in der öffentlichen Gesundheitsberatung.
Wissenschaftliche Einblicke: Wie Vielfalt das Sterblichkeitsrisiko senkt
Laut Dr. Mingyang Song, dem leitenden Autor der Studie und Epidemiologen an der Harvard T.H. Chan School of Public Health, liegt der Schlüssel in der synergistischen Wirkung verschiedener Bewegungsformen. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal Medical News Today erklärte er: „Unsere Daten deuten darauf hin, dass abwechslungsreiche Aktivitäten unterschiedliche physiologische Systeme ansprechen – von Herz-Kreislauf-Gesundheit bis Muskelkraft – was insgesamt widerstandsfähiger gegen altersbedingte Erkrankungen macht.“
Die Studie analysierte über einen Zeitraum von zwölf Jahren die Bewegungsgewohnheiten der Teilnehmer und korrelierte diese mit Sterblichkeitsdaten aus nationalen Registern. Dabei zeigte sich: Selbst bei gleicher Gesamtaktivitätsdauer hatten jene mit höherer Vielfalt bessere Outcomes. Konkret sank das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 15% und für Krebs um 12%, wenn mindestens drei verschiedene Aktivitätsarten pro Woche ausgeübt wurden.
Praktische Umsetzung: So integrieren Sie mehr Abwechslung in Ihren Alltag
Für Gesundheitsbegeisterte bedeutet dies nicht zwangsläufig mehr Zeitaufwand, sondern kluges Kombinieren. Experten wie Prof. Anna Koster von der Deutschen Sporthochschule Köln betonen in einem Blogbeitrag auf FitForFun.de: „Idealerweise mischen Sie Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining. Ein Beispiel: Drei Tage pro Woche zügiges Gehen oder Radfahren, zwei Tage Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht oder Hanteln und ein Tag für Balance-Übungen wie Yoga.“
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Erkenntnisse bereits aufgegriffen und empfiehlt in ihren aktualisierten Richtlinien explizit eine Mischung aus aerober Aktivität muskelstärkenden Übungen. In einer offiziellen Ankündigung vom November 2022 wies die WHO darauf hin dass solche vielfältigen Routinen besonders effektiv sind um chronischen Krankheiten vorzubeugen.
Abschließend lässt sich sagen: Die Botschaft ist klar – Vielfalt trumpft Einfalt auf wenn es um langfristige Gesundheit geht Indem Sie Ihr Bewegungsspektrum erweitern investieren Sie nicht nur in Fitness sondern direkt in Ihre Lebenserwartung.







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