Wie digitale Technologien unsere mentale Gesundheit beeinflussen und welche Strategien helfen, eine gesunde Balance zwischen Online- und Offline-Zeiten zu finden.
Die ständige Vernetzung fordert unsere psychische Gesundheit heraus – doch mit bewussten Strategien lässt sich ein gesunder Umgang mit digitalen Medien finden.
Die Herausforderung der ständigen Erreichbarkeit
In einer Welt, in der Smartphones und soziale Medien unseren Alltag prägen, wird die Frage nach dem Einfluss digitaler Technologien auf unsere psychische Gesundheit immer drängender. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2022 berichten viele Menschen über erhöhten Stress und Schlafstörungen durch übermäßige Bildschirmzeit. Dr. Anna Schmidt, Psychologin an der Universität Heidelberg, betont in einem Interview mit dem ‚Deutschen Ärzteblatt‘: ‚Die ständige Verfügbarkeit von Informationen und sozialen Interaktionen kann zu einer Überlastung des Gehirns führen – ähnlich wie bei chronischem Stress.‘
Strategien für einen gesunden Umgang mit Technologie
Ein Ansatz zur Bewältigung dieser Herausforderungen ist die sogenannte ‚digitale Entgiftung‘. Dabei handelt es sich um bewusste Pausen von digitalen Geräten. In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom März 2023 wird darauf hingewiesen, dass regelmäßige Offline-Zeiten nachweislich Stress reduzieren und die Schlafqualität verbessern können. Apps zur Achtsamkeit bieten hier Unterstützung: Plattformen wie ‚Calm‘ oder ‚Headspace‘, über die in Fachzeitschriften wie ‚Psychologie Heute‘ berichtet wird, helfen Nutzern dabei, Meditationstechniken zu erlernen und so den Umgang mit digitalen Reizen zu regulieren.
Die Rolle professioneller Unterstützung
Für tiefergehende Probleme gewinnen Online-Therapieplattformen an Bedeutung. Anbieter wie ‚MindDoc‘ oder ‚TeleClinic‘, deren Dienste in Gesundheitsblogs diskutiert werden, ermöglichen den Zugang zu psychologischer Beratung von zu Hause aus. Experten wie Prof. Michael Bauer von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie weisen jedoch in Fachartikeln darauf hin: ‚Online-Angebote sind eine Ergänzung – sie ersetzen nicht immer eine persönliche Therapie bei schwerwiegenden Erkrankungen.‘ Wichtig ist es daher, Grenzen zu setzen: Feste Zeiten für die Nutzung digitaler Medien können helfen, Burnout vorzubeugen und zwischenmenschliche Beziehungen zu stärken.
Um diese Balance im Alltag umzusetzen empfehlen Fachleute praktische Tipps: Legen Sie Ihr Smartphone während Mahlzeiten beiseite schalten Sie Benachrichtigungen in den Abendstunden ab und planen Sie regelmäßige Spaziergänge ohne digitale Begleitung. So lässt sich die Vorteile der Vernetzung nutzen ohne die psychische Gesundheit zu gefährden.







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